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gästebuch

TAGESLOSUNGEN

Fog over the channel! Continent isolated!

In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn macht.

Carl von Ossietzky

Der Himmel dürfte aus klimatischer Sicht angenehmer sein als die Hölle. Allerdings vermute ich, dass die Hölle in gesellschaftlicher Hinsicht weit interessanter ist.

    Moliere.

BEZAHLE, WANN MER GELD HAT, DES IS KAH KUNST: AWWER BEZAHLE, WENN MER KAHNS HAT, DES IS E KUNST, LIEWER MANN, UN DIE MUSS ICH ERSCHT NOCH LERNE.                    ERNST ELIAS NIEBERGALL  “Datterich”               

DIE BASIS JEDER GESUNDEN ORDNUNG IST EIN GROSSER PAPIERKORB.          Mark Twain

Ich jogge nicht, schwimme nicht, fahre nicht Rad - meine einzige körperliche Ertüchtigung ist: Ich huste viel!   Robert Mitchum

TO BE IS TO DO           

                Nietzsche

TO DO IS TO BE

                   Sartre

DU BI DU BI DU

                  Sinatra

Och, gehn Se fort. Sie wolle schon gehn?

Ei gehn Se fort, bleiwe Se doch noch e bissi hier!!

Babba Hesselbach - Wolf Schmidt.

Es sogt da Durscht zum Hunger:      “I hob heit no nix drunga!”          Do sogt der Hunger zu dem Durscht:  “Woaßt wos, des is mir wurscht!”   

                  Willy Astor

GIVE US THE TOOLS AND WE ARE FINISHED THE JOB.

Winston Churchill

Der Unterschied zwischen Militärs und Zivilisten liegt darin, dass man Zivilisten militarisieren kann, Militärs aber nicht zivilisieren.

Miguel de Unamuno

Im Übrigen gehörte er zu der Sorte Männer, die Frauen vergöttern und auf einen Sockel heben, damit sie nicht dauernd im Weg stehen”

aus: Ralf Rothmann: “Feuer brennt nicht”, Suhrkamp-Verlag.

FROHE ARBEIT, ERNSTER WILLE MAL EEN SCHLUCK IN DIE DESTILLE UND ´N BISSKEN KILLEKILLE DET HÄLT MUNTA!

(Heinrich Zille) und bei Harry Rowohlt geklaut!

Auf die Größe allein kommt es nicht an! Eine Biene sammelt an einem einzigen Tag mehr Honig als ein Elephant in seinem ganzen Leben.

Henri Toulouse-Lautrec.

In einem Land, in dem BILD als Zeitung durchgeht und Guido Knopp als Historiker, gelten Friseure als Hirnforscher.

Wiglaf Droste

Als ich jung war, glaubte ich, ein Politiker müsse intelligent sein. Jetzt weiß ich, dass Intelligenz wenigstens nicht schaden kann.

Carlo Schmid

Was gibt es in der Schweiz?

Milchschokolade, die Alpen, Volkstänze und Seen. Man muss versuchen, alle diese lokalen Gegebenheiten in das Drama einzubauen. Die Seen müssen da sein, damit die Leute darin ertränkt werden, und die Alpen, damit sie in die Schluchten stürzen.

Alfred Hitchcock.

Aus zehn Metern Entfernung sah sie wie einsame Spitzenklasse aus. Aus drei Metern Entfernung sah sie wie etwas aus, was nur aus zehn Metern Entfernung gesehen werden sollte.

Raymond Chandler “Das hohe Fenster

Die deutschen Zensoren - - - - - - - -  -  -  -  -  - - - -  - - - - - - - - - Dummköpfe - - - - - - - - - - - - - -  .

Heinrich Heine “Reisebilder - 2. Teil - Hoffmann und Campe 1827.

Altwerden ist nichts für Waschlappen.

Bette Davis

Die Franzosen bilden sich so viel ein auf ihre Weine, dass sie bestimmte Gegenden nach ihnen benennen.

MARILYN MONROE.

History teaches man, that history teaches nothing.

Mahatma Gandhi

Sie beweisen Ihre Technikfeindlichkeit geradezu damit, dass sie es nicht einmal fertigbringen, die Bretter von ihren Köpfen zu lösen.

Otto Schily

Der Bauer mit dem Traktor   fährt auf den Acker Dung. Sein Sohn, der in der Stadt studiert, der liest Mao Tse-tung.       Der Bauer, der sehr dümmlich, weiß nicht, wer Mao ist.       Er sagt: Was soll Maotse-Dung, ich bleib bei Pferdemist.

Ingo Insterburg, Anfang der 1960er Jahre.

Geh`zum Friseur, mach die Negermusik leiser, geh´zur Tanzstunde, wasch den Wagen.

Kommandos der Jugendzeit.

Das Leben ist eine Nuss. Sie lässt sich zwischen zwei weichen Kissen nicht knacken.

Arthur Miller

Wenn Männer sich mit ihrem Kopf beschäftigen, nennt man das “denken”. Wenn Frauen das gleiche tun heißt das “frisieren”. Anna Magnani

Es werden durch Rundfunk bereits Nachtigallenkonzerte und Papstreden übertragen. Das ist der Untergang des Abendlandes.         Egon Friedell

Die Berechnung der Einkommensteuer ist für einen Mathematiker zu schwierig, dazu muss man Philosoph sein.

Albert Einstein

In Hollywood gerät man bereits in den Ruf, ein Sportler zu sein, wenn man den Weg vom Haus zur Garage zu Fuß zurücklegt.

Cary Grant

Den Charakter eines Menschen erkennt man erst dann, wenn er Vorgesetzter geworden ist.

Erich Maria Remarque

“Ich habe Anfälle....Es kommt über mich mindestens einmal im Quartal. Ich erwache und bin plötzlich sternhagelnüchtern”

aus Brechts “Herr Puntila und sein Knecht Matti”.

Ein Mann kann höchstens vollständig sein, eine Frau aber vollkommen.

Eleonora Duse.

Die zahllosen Krankheiten wundern Dich? Zähle die Ärzte!

Karl Julius Weber

Pensionierte Lehrer sind meistens schlecht gelaunt; ihnen fehlen die Ferien.     Carlo Franchi

Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.

George Bernard Shaw.

Für Börsenspekulationen ist der Februar einer der gefährlichsten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.

  Mark Twain

nochmal Mark Twain:

Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser mässig genossen, ist unschädlich!

Selbstverständlich sind Frauen klüger als Männer - nur, das macht die Wohnung auch nicht sauberer.

     Jerry Lewis

Outside of a dog, a book is a man´s best friend: and inside a dog, it´s too dark to read.

    Groucho Marx

Das O - Loch dankt allen A - Löchern für die aufopfernde Unterstützung.

     GREENPEACE

Liebe Politesse!

Ich parke für den Erhalt Ihres Arbeitsplatzes.

Florenz? Gut geeignet für das versehentliche Zurücklassen älterer und zerstreuter Familienmitglieder!

        Natalie Ginzburg

Der ewige Jammer mit den Weltverbesserern ist, dass sie nie bei sich selbst anfangen.

     THORNTON WILDER

In der Sexualerziehung haben Autodidakten den größten Erfolg.

        Zarko Petan

Ein Staatsmann ist ein Politiker, der seit zehn oder fünfzehn Jahren tot ist.

      Harry S. Truman

Ein sicheres Zeichen von einem guten Buch ist, wenn es einem immer besser gefällt, je älter man wird - vorausgesetzt, daß man mit dem Alter auch weiser wird, denn ein Buch ist ein Spiegel: Wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Apostel herausschauen.   Georg Christoph Lichtenberg.

Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.

           MARK TWAIN

Wer morgens zerknittert ist, hat den ganzen Tag über enorme Entfaltungsmöglichkeiten.

Wasser ist nicht zum Trinken da, sonst hätte Gott nicht so viel davon gesalzen.

Brendan Behan.

I was rich, and I was poor. Believe me, rich is better.”

Gloria Graham in Fritz Langs “The Big Heat”

Timeo hominem unius!

Unheimlich ist mir der Mann mit nur einem Buch!

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen; sagt Claudius; ob dies aber jemand hören will ist eine andere Sache.

Hans Christian Andersen

ALLES UNTER 400 GRAMM IST CARPACCIO.

Die Wolken können Dich nicht daran hindern, die Sterne zu sehen.

Alexandre Dumas “Der Graf von Monte Christo”

Als Gott den Mann schuf, übte sie nur.

Enten legen ihre Eier in aller Stille, Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt isst Hühnereier!

Henry Ford.

Gutes Bier in Maßen genossen, kann auch in größeren Mengen nicht schaden.

Kurt Ostbahn

Sollte dies Kaffee sein, bringen Sie mir bitte Tee. Sollte dies Tee sein, bringen Sie mir bitte Kaffee.

Abraham Lincoln

Lady Astor zu ihrem Schwiegervater Winston Churchill: “Du bist betrunken!” Churchill zu Lady Astor: “Und du bist hässlich! Morgen früh bin ich aber wieder nüchtern.”

Noch ein Martini und ich lieg´unter´m Gastgeber.

Dorothy Parker

Der Humanist Mubarak war nebenher sogar jahrelang Diktator, wie sich gerade herausstellt.

Martin Sonneborn - Satiriker

“Möchten Sie ein Steak oder zwei Steaks?”  “Kann ich vielleicht beides haben “?

Homer Simpson

Plötzlich ist das Meer voller Joghurt, und ich habe keinen Löffel.

aus Harry Rowohlts Anekdotenschatz über das Alter und die Frauen.

Es ist besser, auf den Füßen zu sterben, als auf den Knien zu leben. No pasarán! Sie sollen nicht durchkommen!

Dolores Ibarruri - La Pasionaria - anläßlich der Abschiedsparaden der Internationalen Brigaden am 15. November 1938.

Wer zwey Paar Hosen hat, mache eins zu Geld und schaffe sich Bücher an.

Georg Christoph Lichtenberg.

“Hello Houston. Tranguility Base her. The Eagle has landed”

July 21st, 1969. 02.56 GMT.

“Ich antiamerikanisch? Ich habe geweint, als Winnetou starb”.

Harry Rowohlt

Einige Fragen an Herrn Loriot:

“Welcher Gegenstand in Ihrer Küche ist Ihnen am wichtigsten?”  Loriot:”Meine Frau!”

“Wissen Sie, was auf Ihrem Grabstein stehen soll?”   Loriot:”Zweckmäßig wäre es, wenn der Name drauf stünde.”

“Sie sind seit nunmehr 55 Jahren mit der gleichen Frau verheiratet. Was sagt sie dazu?”   Loriot:”Sie sagt, das sei einfach phantasielos.”

“Sex vor dem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit geht nichts”.

Berti Vogts

11.01 Uhr:  sei mal ehrlich, es zählt doch nicht nur das aussehen. oder?

11.03 Uhr:  nicht nur, aber du bist durch ein übermaß an inneren werten ästhetisch gehandicapt.

aus: SMSvonGesternNacht.de

“Wie findest du eigentlich den Hamburger Royal TS?”

“Ich find´ eigentlich alle Computer geil!”

“Den ganzen Tag bin ich unterwegs. Hetze von A nach B, von Pontius zu Pilatus....”

“Ey, Alter, du machst Pilates? Krass!”

“Bei Einbruch der Dämmerung ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen.”

Aus den Dienstvorschriften der Bundeswehr.

“Ich weiß, was es heißt, Mutter von drei kleinen Kindern zu sein.”

Edmund Stoiber.

“ 160 Häftlinge warten auf den Tag der offenen Tür.”

Hamburger Abendblatt.

Beim Fussball verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.

Jean Paul Sartre

 

NEWS +++ NEUES +++ AKTUELLES +++ UPDATES

 

Unter “Spezialitäten” finden Sie feine literarische Schmankerln!!!!

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BEI UNS GIBT ES KINOGUTSCHEINE DER KINOPASSAGE IN ERLENBACH AM MAIN

 

Aus den Frühjahrsprogrammen der Verlage

DIE KÄTHCHENSTADT Als „Stadt der Krämerseelen“ wurde Heilbronn schon von manchem verspottet, doch bei genauem Hinsehen zeigt die im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Stadt ihre mal offenen, mal versteckten Schönheiten. Rainer Moritz hat 66 bekannte und unbekannte Orte aufgesucht und beschreibt deren Reiz aus seiner ganz persönlichen Sicht. Neben den Heilbronner Wahrzeichen wie Wartberg, Rathaus oder Kilianskirche zog es ihn auch in die nähere Umgebung wie nach Weinsberg, Cleversulzbach und Bad Wimpfen. Porträts von 11 Heilbronner Persönlichkeiten runden den Band ab.

Heilbronn und Umgebung

66 Lieblingsplätze und 11 Persönlichkeiten

192 Seiten, cs. 80 Abbildungen
12 x 20 cm
Erscheint: März 2012
Paperback
ISBN 978-3-8392-1258-5

14,90 €

Das Foto zeigt Rainer Moritz während seiner Lesung in Bad König 2011. Auch im Jahre 2012 gibt es eine Vernastaltung mit ihm: “Die Liebe ist ein seltsames Spiel” - Deutscher Schlager aus mehreren Jahrzehnten. Zu diesem Termin kann auch das “Heilbronn”-Bändchen von Moritz erworben werden.

Rainer Moritz

Rainer Moritz, 1958 in Heilbronn geboren, leitet das Literaturhaus Hamburg. Er ist Essayist, Literaturkritiker und Autor zahlreicher Bücher, darunter zuletzt (mit Reto Guntli) „Die schönsten Buchhandlungen Europas“ (2010) sowie die Romane „Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe“ (2009) und „Madame Cottard und die Furcht vor dem Glück“ (2011).

heilbronn
Moritzmischel2
lady earl grey

Lady Earl Grey

Mit farbigen Illustrationen von Hanno Rink
Lady Earl Grey ist ein kleines Wunder von einem Buch, in dem sich Wort und Bild (Pinselzeichnungen von Hanno Rink) zu einem zauberhaften Märchen für Erwachsene verbinden –? ein Buch, mit dem Hanns Zischler die Literatur um eine ihrer originellsten, liebenswertesten und kleinsten Heldinnen bereichert hat.

An einem kalten, klaren Wintermorgen sitzt sie plötzlich auf der roten Stiege zur Bibliothek: Lady Earl Grey. Die Treppenmaus zeigt dem Hausbesitzer Russla ihr angekokeltes Schwänzchen und trägt eine bittere Beschwerde vor: Gerade hatte sie es sich im Kamin zwischen den Holzscheiten bequem gemacht, da ging ihr Heim in Flammen auf. Nur mit knapper Not ist Lady Earl Grey der Feuersbrunst entkommen –? und seitdem obdachlos.
Zwischen Russla und der Treppenmaus entspinnt sich ein hintersinniges Gespräch über das Geschlecht und die Geschichte der Greys, über Ururgroßmutter Rosalin Duchess of First Flush, die in einem Haus im Haus gehaust hat, über Lady Earl Greys Stiefmutter, die Duchess of Darjeeling, über den Kater Rotpeter, den Scherenschleifer –? und über das Leben und das Lesen. Lady Earl Grey erweist sich dabei als ebenso gewitzt wie weise. Kein Wunder, hat sie sich doch in der Bibliothek bereits durch die gesammelten Werke von Balzac geknabbert …?

Hanns Zischler, geboren 1947, ist als Publizist, Fotograf und Filmschauspieler tätig. Sein in viele Sprachen übersetztes Buch Kafka geht ins Kino (1996) und der Essay Nase für Neuigkeiten –? Vermischte Nachrichten von James Joyce (zus. mit Sara Danius) fanden große Beachtung. 2010 erschien Der Schmetterlingskoffer (mit Hanna Zeckau); im selben Jahr im Alpheus Verlag der Comic Aus der Nachwelt, gezeichnet hat ihn Friederike Gross. Zischler wurde mit dem Heinrich-Mann-Preis und dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.

zischler

64 Seiten · Pappe
EUR 14,95 · SFR 21,90 · EUA 15,40 3-7160-2676-X
ISBN-13: 978-3-7160-2676-2

Erscheint am 27. Februar 2012

LESEZEICHEN ZUM AUSDRUCKEN

yvesmontand

Naja, wenn er meint - jedenfalls konnte er klasse singen - ist ja auch was!

lz1

Wo er Recht hat, hat er Recht, der liebe Hanne!

lz2

So isses, Herr Riedle!

PAPERBACK CINEMATHEQUE

CINEMATHEQUE PAPERBACK

FOLGE  1

Kurt Tucholskys “Rheinsberg” in der 1967er Verfilmung von Kurt Hoffmann.          In den Hauptrollen Cornelia Froboess und Christian Wolff, in wundervollen Nebenrollen: Agnes Windeck, Willy Rose, Werner Hinz, Ruth Stephan und Herbert Weissbach.  Lubitsch-Preis 1967 für Cornelia Froboess. Mit der eingängigen Musik von Hans-Martin Majewski ist die ( nicht ganz originale) Geschichte von Claire und Wölffchen einfach wunderbar entspannend.

€ 7.99

rheinsberg

FOLGE 2

spree

Am grünen Strand der Spree ist ein fünfteiliger Fernsehfilm, der Anfang der 1960er-Jahre vom NWRV-Fernsehen Köln produziert wurde. Er entstand nach dem Buch Am grünen Strand der Spree – So gut wie ein Roman (1955) von Hans Scholz. Unter demselben Titel hatte schon 1956 der Südwestfunk ein Hörspiel auf Grundlage des Buches herausgebracht. Den größten Erfolg feierte die Fernsehserie. Sie war einer der frühen Strassenfeger des deutschen Fernsehens. Seit ihrer Erstausstrahlung im Frühjahr 1960 ist sie mehrmals in der ARD, den 3. Programmen und bei EinsFestival wiederholt worden. Auch das Buch ist sehr gut verkauft worden. Nur die Hörspielfassung ist kaum noch jemandem in Erinnerung. Am 29. April 2009 erschien die Verfilmung auf 5 DVD mit Bonusmaterial: MP3-CD mit dem fünfteiligen, legendären SWR-Hörspiel.

 

West-Berlin 1954: In der Jockey-Bar treffen sich vier alte Freunde, die sich seit der Vorkriegszeit nicht mehr gesehen haben. Reihum erzählen sie sich Geschichten und Anekdoten von Krieg, Frieden, Zuhause, Reisen Männern und Frauen, Freunden und Feinden. Den Anfang macht Ex-Major Hans-Jörg Lepsius (gespielt von Malte Jäger), der erst vor kurzem aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen wurde. Von dort hat er das Tagebuch des gemeinsamen Freundes Jürgen Wilms mitgebracht. Die Einträge beginnen im Juni 1941 in Polen und berichten vom deutschen Einfall in die Sowjetunion, den Greueltaten auf und abseits des Schlachtfeldes.....

in weiteren Rollen: Bum Krüger, Günther Pfitzmann, Peter Passetti und Elisabeth Müller.

Das Drehbuch schrieben Fritz Umgelter und Reinhart M-Freienfels nach dem Roman von Hans Scholz.

Regie: Fritz Umgelter.

FOLGE 3

wilder1

Climax, Nevada. Musiklehrer Orville (Ray Walston) und Tankwart Barney (Cliff Osmond) schreiben in ihrer Freizeit erfolglos Schlager. Um endlich berühmt zu werden, greifen sie tief in die Trickkiste: Als ein bekannter Sänger (Dean Martin) zufällig in ihrem Provinznest hält, sabotieren sie sein Auto, um ihn aufzuhalten. Anschliessend jubeln sie ihm eine ortsansässige Prostituierte (Kim Novak) als Orvilles Frau unter und unternehmen alles, damit es zwischen beiden zum Schäferstündchen kommt. Dass der Deal Orvilles echter Ehefrau (Felicia Farr) nicht gefällt, ist mehr als verständlich. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Die Dreharbeiten begannen mit Peter Sellers in der Rolle des Orville. Als er wegen Krankheit abbrechen musste - er erlitt einen Herzinfarkt, den er Billy Wilder zuschrieb - standen u.a. Tony Randall, Bob Hope und Danny Kaye zur Wahl. Mit Ray Walston entschied sich Wilder für ein unbekannteres Gesicht, vor allem aber für einen Schauspieler, mit dem er sich bei weitem nicht so viel streiten musste wie mit Sellers. Der Brite war wegen seiner ständigen Improvisationen bei den Regisseuren nicht gerade beliebt - erst recht nicht bei Wilder, der stets streng nach Skript drehte. Walston war zuvor in der Fernsehserie “Mein Onkel vom Mars” (1963 - 1966) als Onkel Martin mit Antennen auf dem Kopf zu sehen.

“Kiss me, stupid” war im puritanischen Amerika der 1960er Jahre ein veritabler Flop für Billy Wilder, dennoch gilt der Film heute als eines seiner Meisterwerke.

Die DVD der “Süddeutschen” ist leider nur noch auf antiquarischem Wege erhältlich.

FOLGE 4

zuck1

Deutschland, 1941. General Harras ist ein tollkühner und passionierter Pilot. Obwohl er mit der Ideologie der Nationalsozialisten nicht viel gemeinsam hat und lieber seinen eigenen Weg geht, bekleidet er einen wichtigen Posten in der Entwicklung der deutschen Luftwaffe. Als eine Maschinenreihe ständig aufgrund technischer Defekte ausfällt, setzt sich der General selbst in eines der Flugzeuge, um den Konstruktionsfehler herauszufinden. Ebenfalls an Bord ist Ingenieur Oderbruch, auch kein grosser Anhänger der braunen Regierung, der Harras währen des Fluges gesteht, heimlich und absichtlich einen Fehler eingebaut zu haben, um den Krieg vorzeitig zu beenden. Um seinen Freund und seine moralischen Grundsätze nicht zu verraten, lässt Harras die Maschine abstürzen.

Der Film wurde an den Kinokassen 1954 ein großer Erfolg und förderte Curd Jürgens´ internationale Karriere. In den folgenden Jahren war er u.a. Partner von Robert Mitchum, Ingrid Bergman, Orson Welles und Danny Kaye.

FOLGE 5

 

Kalle, Arbeiter in einer Dresdner Zigarettenfabrik, selbst jedoch Nichtraucher, will nach Kriegsende mit dafür sorgen, dass wieder produziert werden kann. Dafür wird Karbid gebraucht. Er erfährt von Karbidfässern in Wittenberg, die er auf abenteuerliche Weise – per Anhalter – nach Dresden zu bringen trachtet. Sein Zahlungsmittel sind Zigaretten, seine Wegzehrung Sauerampfer. Er trifft u.a. auf die hilfsbereite Karla, bei der er am liebsten für immer bliebe, kann ein Stück des Weges auf einem LKW zurücklegen, wird der Plünderei verdächtigt und gerät in die Fänge eines geschäftstüchtigen US-Soldaten. Schließlich kommt er mit zwei von sieben Fässern am Ziel an.
 

 


 

karbid

FOLGE 6

“Ich habe irgendwo gelesen, dass andere Leute den denkwürdigen Augenblicken ihres Lebens einen Altar bauen. Mein denkwürdigster Augenblick ist der Moment, wo John Wayne mit einem Karabiner drei Männer tötet, während er sich auf die staubige Strasse wirft. Das ist “Stagecoach”.  Walker Percy.

stagecoach

FOLGE  7

buschgespenst

In den Wäldern des Erzgebirges treibt eine Schmugglerbande ihr Unwesen. Wer es wagt, sich ihr entgegenzustellen, wird kaltblütig ermordet. Die Angst vor dem unheilvollen Buschgespenst, das hinter all dem stecken soll, lähmt die Einheimischen. Da taucht ein Fremder auf und beginnt, Nachforschungen zu einem 20 Jahre zurückliegenden Mord anzustellen, für den er unschuldig ins Zuchthaus kam. Der Förster und der Weber Eduard Hauser helfen ihm, doch dann wird Hauser Opfer einer finsteren Intrige und als angebliches Buschgespenst verhaftet.

Nach einer Erzählung von Karl May wurde dieser Zweiteiler zu Weihnachten 1986 vom Kanal DDR 1 erstmals ausgestrahlt. Wohl angeregt von den erfolgreichen Weihnachtsmehrteilern im westdeutschen Fernsehen, gelang Drehbuchautor Friedemann Schreiter und Regisseurin Vera Loebner ein herrlicher Wonneschmonzes mit einem wunderbaren Rolf Ludwig und einem brillanten Kurt Böwe. In Nebenrollen sind Jenny Gröllmann, Ulrich Mühe (herrlich lispelnd) und Günter Junghans zu sehen.
 

 

FOLGE 8

aladyvanished

Eine Lawine, die die Bahnschienen blockiert, zwingt die Reisenden des Interkontinentalexpresses in einem Gasthof eines abgelegenen Städtchens im Land Bandrika auf dem Balkan zu übernachten. Dort lernt die junge Engländerin Iris Henderson Miss Froy kennen, eine freundliche ältere Dame, die ebenfalls nach England zurück möchte, und sich als Gouvernante und Musiklehrerin vorstellt. Am nächsten Morgen besteigen die beiden gemeinsam ein Zugabteil. Iris, der am Bahnhof ein Blumentopf auf den Kopf gefallen war, schläft ein. Als sie aufwacht, ist Miss Froy verschwunden. Iris fragt die anderen Passagiere und das Zugpersonal nach ihr, doch alle leugnen, sie je gesehen zu haben. Nur der charmant-freche Volksliedforscher Gilbert Redman, mit dem Iris im Gasthof einen heftigen Streit hatte, glaubt ihr und hilft bei der Suche. Unter den Befragten ist auch der Prager Hirnspezialist Dr. Hartz. Beschwichtigend meint er, alles deute bei Iris darauf hin, dass sie Halluzinationen habe und Miss Froy ihr Fantasieprodukt sei. An der nächsten Bahnstation nimmt Dr. Hartz einen bandagierten Patienten in Begleitung einer Nonne in Empfang. Wenig später sitzt eine fremde Frau in Miss Froys Kleidung in Iris’ Abteil, die angeblich schon mit eingestiegen sein will: Miss Kummer. Doch Iris und Gilbert geben die Suche nach Miss Froy nicht auf. Bald schon vermuten sie, dass die Nonne mit den schicken Schuhen gar keine Nonne ist und der total bandagierte Patient – Miss Froy. Zu ihrer Verblüffung bestätigt Dr. Hartz ihren Verdacht und gesteht sogar, Mitglied einer Verschwörung zu sein und Miss Froy töten zu wollen. Das alles in dem Glauben, dass die Nonne dem Pärchen ein Betäubungsmittel verabreicht habe, was sie nicht tat. So können Gilbert und Iris Miss Froy von ihren Bandagen befreien und gegen Miss Kummer austauschen. Dr. Hartz bemerkt zu spät seinen Irrtum, kann aber seine Gefolgsleute noch anweisen, die drei zu töten. Iris, Gilbert und Miss Froy wiegen sich in Sicherheit, bis sie bemerken, dass der Teil des Zuges, in dem sie und weitere Landsleute sitzen, abgekoppelt wurde. Sie fahren auf einem Nebengleis in ein Wäldchen, wo Militärs und Dr. Hartz auf sie warten. Die Engländer im Zug verbünden sich und leisten Widerstand gegen den Beschuss. Miss Froy weiht Iris und Gilbert in ihre Geheimdienst-Mission ein. Für den Fall, dass sie nicht überlebt, bittet sie Gilbert, sich eine Melodie einzuprägen, die – natürlich codiert – einen wichtigen Punkt in einem Geheimpakt zweier europäischer Länder enthält und dem Foreign Office zugespielt werden muss. Miss Froy entschwindet in den Wald und den anderen gelingt es, verfolgt und beschossen, mit dem Zug zu entkommen und sich nach London durchzuschlagen.

 

FOLGE 9

Zwei Freunde geraten durch Versprechungen, Heimlichkeiten und Verwechslungen in Turbulenzen und amouröse Nöte: Obwohl sich der Plantagenbesitzer Philipp und sein bester Freund, der Rennfahrer David, das Ehrenwort gegeben haben, sich nie in dieselbe Frau zu verlieben, scheint nun doch die Katastrophe perfekt. Statt sich um seine Freundin Aimée zu kümmern, hat sich Philipp auf seinen Reisen in Viola verliebt, jedoch versäumt, klare Verhältnisse herzustellen. Bei einem Besuch bei seinem alten Freund entsteht der Eindruck, Davids neue Verlobte sei niemand anderes als Viola. Und obschon David in Wahrheit die forsche Gaby heiraten will, dauert es noch, bis alles sich klärt – und bald zarte Rachegelüste an die Stelle der Verwirrung treten. 

gedreht: 1936 Regie: Willy Forst.

mit: Heinz Rühmann, Renate Müller, Jenny Jugo, Adolf Wohlbrück und Will Dohm.

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Einerseits handelt dieser Film von zwei starken Männern: Sean Thornton, ein Boxer, kehrt aus Amerika zurück in seinen Geburtsort Inisfree in Irland. Er hat seinen letzten Gegner im Ring getötet und will künftig gewaltfrei leben. Aber das funktioniert nicht in der kleinen, ritualisierten Welt zwischen Kneipe, Kirche und Kuhstall. Thornton gerät mit seinem streitlustigen Nachbarn Will Danagher aneinander: Zuerst geht es um das Haus, auf das beide scharf sind, dann um Danaghers Schwester Mary Kate, in die sich Thornton sofort verliebt hat (Gegenliebe eingeschlossen), und schließlich wird nach erfolgter Hochzeit die Mitgift zum definitiven Konflikt. Danagher verweigert sie, Thornton würde gern auf sie verzichten, aber die stolze Mary Kate will die Ehe erst auf der Basis des Geldtransfers vollziehen. So läuft der Film auf einen Showdown zu, der unter Beteiligung aller Dorfbewohner streng nach den „Queensbury-Regeln” stattfindet. Er dauert sieben Minuten. Danach lassen sich Thornton und Danagher, die beiden starken Männer, betrunken vereint, von Mary Kate das Frühstück servieren.
Andererseits handelt dieser Film von einer Traumfrau. Als Thornton, gerade in Inisfree angekommen, auf grünen Hügeln eine Schafherde sieht, traut er seinen Augen nicht: Mittendrin steht ein Mädchen wie aus dem Bilderbuch, mit rotem Rock und blauer Bluse, Sommersprossen, großen grünen Augen und wilden, braunroten Haaren. „Is that real?”, fragt der Heimkehrer und verliebt sich auf der Stelle. Maureen O’Hara als Mary Kate ist eine wunderbare Mischung aus Traum und Realität. Sie ist selbstbewusst, jähzornig, erwartungsvoll sich nach Liebe sehnend, dienend und herrschend, widerständig und sehr verletzlich. Beim Pferderennen, einer Schlüsselszene, trägt sie einen gelben Hut, ein blaues Kleid, ein weißes Band und hat dunkelrote Lippen. „The Quiet Man/Der Sieger” ist ein Film in Technicolor. Das war das schönste Farbverfahren, das es je gab. Und irgendjemand hat einmal gesagt, es sei speziell für Maureen O’Hara erfunden worden.
Ihre Liebesszenen in diesem Film sind erotisch aufgeladen: der erste Kuss in der Nacht, im Sturm; zuerst wehrt sie sich, dann küsst sie zurück. Später gibt es eine Liebesszene auf dem Friedhof; ein plötzliches Gewitter, kissing in the rain. John Ford, der Regisseur, sprach von einer „sexy story”. Die Irin Maureen O’Hara war eine seiner Lieblingsschauspielerinnen. Über die Dreharbeiten in Irland im Sommer ’51 kursieren unterschiedliche Darstellungen. Ford behauptete, es habe immerzu geregnet. Maureen O’Hara erinnert sich in ihrer Autobiographie (2003) an ständigen Sonnenschein.
Leider lüftet sie nicht das Geheimnis der letzten Szene des Films. Da flüstert Mary Kate ihrem Ehemann etwas ins Ohr, was wir nicht hören können. Dann laufen beide ins Haus. Der Text, den O’Hara eigentlich nicht sprechen wollte, stammte von John Ford. Sie hat ihn ihrem Partner unter der Voraussetzung ins Ohr geflüstert, dass er ein Geheimnis der drei Beteiligten bleibe. John Ford ist tot. Auch der Darsteller des Sean Thornton, des quiet man, lebt nicht mehr. Das war John Wayne. Und O’Hara schweigt.
HANS HELMUT PRINZLER

Der Ire Sean Thornton hat in den USA als Boxer Karriere gemacht. Nun kehrt er zurück in sein Heimatdorf, wo ihn alle Bewohner herzlich willkommen heißen. Fast alle. Red Will Danahers Freude über die Rückkehr hält sich nämlich in Grenzen, da Sean ihm ein Haus vor der Nase weggeschnappt hat. Das sind für den Boxer natürlich schlechte Voraussetzungen, als es darum geht, traditionsgemäß bei Red Will um die Hand seiner Schwester Mary Kate anzuhalten. Sean wird fortwährend von ihm beleidigt, möchte Handgreiflichkeiten aber vermeiden. Seine Angebetete indes schämt sich für die Situation und verlangt von ihrem zukünftigen Mann, den unverschämten Bruder zur Herausgabe der Mitgift zu zwingen. Erst nachdem Sean seine Fäuste hat sprechen lassen, zollen Red Will und Mary Kate ihm den verdienten Respekt. 

FOLGE 10

sieger

FOLGE 11

stalag17

Otto Preminger als Oberst von Scherbach.

Otto_Preminger_-_1950's
stalag_17.2

Von Stefan Ludwig

Auch Kammerspiele können ihr Publikum fesseln. Die häufig auf einen einzigen Schauplatz reduzierten Filme haben eine lange Tradition: Mit Das Fenster zum Hof schuf Alfred Hitchcock einen zeitlosen Klassiker, der erst kürzlich mit Disturbia einer Frischzellenkur unterzogen wurde. In The Hole versauerten vier Teenager in einem Luftschutzbunker. Und auch Kultfilmer David Fincher nahm sich mit Panic Room des Genres an. Auch „Stalag 17“ ist so ein Kammerspiel. Billy Wilder erzählt hierin die Geschichte eines Spitzels in einem deutschen Kriegsgefangenenlager in Österreich. Sein spannendes Drama würzt der Meister-Regisseur mit einer ordentlichen Portion Humor.

Als ein Fluchtversuch aus dem Gefangenenlager Stalag 17 missglückt, verdächtigen die Insassen einer der Baracken den Einzelgänger Sefton (William Holden) der Spionage für die Deutschen. Dieser hatte zuvor bereits durch seinen schwunghaften Handel mit deutschen Wachen das Misstrauen seiner Mithäftlinge auf sich gezogen. Um seine Unschuld zu beweisen, macht sich Sefton auf die Suche nach dem tatsächlichen Spitzel und entdeckt bald zumindest den Weg, den die geheimen Nachrichten nehmen. Allerdings dauert es noch, bis er herausfindet, wer die ausgehöhlte Schachfigur regelmäßig mit Botschaften füllt…

Billy Wilder (Boulevard der Dämmerung, Zeugin der Anklage, Das Appartement, Eins, zwei, drei, Küss mich, Dummkopf) drehte mit „Stalag 17“ 1953 den ersten amerikanischen Kriegsfilm, in dem nicht gekämpft wurde. Stattdessen nahm er sich einer Geschichte an, die von Donald Bevan und Edmund Trzcinski bereits am Broadway mit Erfolg inszeniert worden war. Der österreichische Jude Wilder emigrierte wegen des Nationalsozialismus nach Amerika und avancierte dort zu einem der bedeutendsten Hollywood-Regisseure seiner Zeit. Obwohl er fast seine gesamte Familie im Holocaust verlor, sieht man seinem Film die persönliche Trauer nicht an. Mit einer üppigen Portion Humor nähert er sich dem eigentlich traurigen Thema auf spannende Weise. Er installiert zwei Witzbolde in der Baracke Nummer vier, die dort trotz angespannter Atmosphäre immer wieder für Lacher sorgen.

Weil er den Fokus in einem Lager mit 600 inhaftierten amerikanischen Sergeants auf eine einzige Baracke legt, zieht Wilder den Zuschauer in Rekordzeit in seinen Bann. Die wichtigsten Personen, die im Laufe des Films allesamt interessante Charakterentwicklungen durchmachen, sind schnell eingeführt. Besonders William Holden (Die Brücke am Kwai, The Wild Bunch, Network) dreht als Soften voll auf. Dafür wurde er zu Recht mit einem Acadamy Award als Bester Hauptdarsteller belohnt. Bei der Verleihung hielt Holden die bis dato kürzeste Dankesrede der Oscar-Geschichte. Er sagte schlicht „Thank you!“ „Stalag 17“ war darüber hinaus auch in den Kategorien Beste Regie und Bester Nebendarsteller (Robert Strauss) nominiert. Heraus sticht auch die Leistung von Otto Preminger, der den Lagerkommandanten von Scherbach verkörpert. Mit einem unnachahmlichen Zynismus nimmt er die Willkür der Nationalsozialisten auf die Schippe. Er spielt das herrische Oberhaupt, das auf eigens für ihn platzierten Brettern über den Lagermatsch marschiert.

In Sachen Inszenierung waren Billy Wilder aufgrund der Beschränkung auf einen einzigen Schauplatz praktische Grenzen gesetzt. Gerade die Kamera genießt nur eine sehr eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Allerdings bedeutet dies eine umso größere Freiheit für die Schauspieler. Zwar ist „Stalag 17“ seine Theaterherkunft letztlich anzumerken, dennoch funktioniert die reduzierte Story genauso als Kinofilm. Die verzwickte Suche nach dem Maulwurf ist gleichermaßen spannend und unterhaltsam. Während der Zuschauer zunächst lange Zeit im Dunkeln tappt, wer den Fluchtversuch denn nun verraten haben könnte, geht auch nach der Auflösung die Spannung nicht verloren.

Die Einordnung in ein Genre fällt im Fall von „Stalag 17“ schwer: Ein Kriegsdrama mit lustigen Einlagen? Oder doch eine Komödie mit dramatischen Untertönen? Immerhin sorgt das aus Betty-Grable-Verehrer Robert Strauss und seinem besten Freund Harvey Lembeck bestehende Duo nicht nur mit diversen Tanzeinlagen für Lacher. Auch mit ihren amüsanten Geschichten über Softens Handelsgeschick, der Mäusewettrennen veranstaltet und ein Fernrohr vermietet, mit dem man in die vernebelten Waschräume der russischen Nachbarinnen schauen kann, strapazieren sie die Lachmuskeln des Publikums.

Aus „Stalag 17“ resultierte ein Streit zwischen Paramount und Billy Wilder. Der Verleih wollte aus dem deutschen Verräter einen Polen machen, als der Film 1960 in den Kinos der Bundesrepublik Deutschland gezeigt werden sollte. Wilder wehrte sich mit allen Mitteln gegen diese Entscheidung und setzte sich am Ende durch. Trotz dieses Erfolgs drehte er anschließend nie wieder für Paramount.

„Stalag 17“ ist ein starkes Kriegsdrama, als dessen größte Stärke sich das hervorragende Drehbuch von Billy Wilder und Edwin Blum erweist, die gemeinsam die Broadway-Version des Stoffes von 1951 adaptierten. In ihren genialen Dialogen greift das Autorenduo einen spannenden Aspekt der Kriegsgefangenschaft auf, der sonst meist nur im Hintergrund mitläuft: das Misstrauen der Inhaftierten untereinander. Dass „Stalag 17“ an manchen Stellen als schwächerer Billy-Wilder-Film gehandelt wird, ist deshalb nur schwer nachzuvollziehen.

FOLGE 12

"Ein Goldfisch an der Leine" - Film-Inhalt und Kritik:

Roger Willoughby (Rock Hudson) arbeitet als Fachverkäufer in einem Geschäft für Angelbedarf. Nebenbei hat er noch ein Buch über erfolgreiches Angeln geschrieben. Was keiner weiß: Willoughby hat noch nie in seinem Leben eine Rute in der Hand gehabt und hasst Fische. Er hat lediglich seinen Kunden zugehört, sich gute Tipps geben lassen und diese dann als eigene Ratschläge an den nächsten Kunden weitergegeben. So einfach wird man zum Experten.

Ärger steht dem "König der Fischer" bevor, als Abigail Page (Paula Prentiss) und Isolde "Easy" Mueller (Maria Perschy) versuchen, ihn als Teilnehmer für ein Wettangeln zu gewinnen. Da sie sich zunächst an seinen Chef William Cadwaleder (John McGiver) wenden, und der darin eine prima Promotion sieht, hat Willoughby überhaupt keine Chance mehr "nein" zu sagen. Er weiht die beiden Damen in sein Geheimnis an und die versuchen alles, um ihn zu helfen. Das nicht unbedingt eigennützig, wie sich später herausstellt... Die Kritik schrieb:

“Bewährte Komödienkost liefern Regisseur Howard Hawks und sein Hauptdarsteller Rock Hudson hier ab. Die Story verspricht viel Witz, den der Film vor allem zu Anfang auch bietet. Einige Slapstick-Einlagen, in denen Hudson alias Willoughby versucht, mit einer Angel umzugehen, sind schon komisch. Leider kann das Ende aber nicht befriedigen, in der letzten halben Stunde verflacht "Ein Goldfisch an der Leine" zusehends. Schade um die ansonsten nette Idee.”

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FOLGE 13

Peitschender Regen, Gewitter, Nebelschwaden und dazu ein gottverlassener, unheimlicher Bahnhof: die Stimmung unter den sechs Reisenden, die hier mitten in der Nacht in einem ungeheizten Wartesaal auf ihren Anschlusszug warten müssen, ist äußerst angespannt. Passend zu der düsteren Szenerie erzählt der Bahnhofsvorsteher seinen unfreiwilligen Gästen auch noch die Geschichte vom Geisterzug: jede Nacht würde dieser mit großem Getöse vorbeifahren, seitdem sich vor einigen Jahren ein mysteriöser Mordfall ereignete. Daraufhin überschlagen sich die Ereignisse: ein seltsames junges Mädchen erscheint, ein Mord geschieht, und tote Gegenstände entwickeln ein gespenstisches Eigenleben. Eine Zerreißprobe für die Nerven der Reisenden, auf die am Ende der Nacht die größte Überraschung ihres Lebens wartet…

Am Beginn des Films nervt erstmal die Behäbigkeit und die gestelzten Dialoge, auch das Spiel von Günther Neutze ist gewöhnungsbedürftig - doch die Spannung steigt von Minute zu Minute, dennoch: ob man den “Geisterzug” unbedingt einen Thriller nennen muß, bleibt dahingestellt.

In der portugiesischen Kolonie Macao, einer Halbinsel im chinesischen Meer 45 Seemeilen von Hong Kong, herrscht vor allem das Glücksspiel. In Kombination mit Korruption und Schwarzhandel beschert es deren Profiteuren, Kriminellen verschiendenster Herkunft, ein Leben in Saus und Braus, während Andere mit einem Messer im Rücken enden… Drei US-Amerikaner lernen sich auf der Fähre von Hong Kong nach Macao kennen. Der ehemalige Soldat und Glücksritter Nick Cochran (Robert Mitchum) hilft der Nachtclubsängerin Julie Benton (Jane Russell), einen etwas aufdringlichen Liebhaber (Harold J. Kennedy) abzuschütteln. An Deck machen beide die Bekanntschaft des Handelsreisenden Lawrence C. Trumble (William Bendix). Doch als sie an Land gehen, stellt Cochran fest, dass ihm die Geldbörse gestohlen wurde, darin sich auch seine Papiere befanden. Mit der Aufforderung, das US-amerikanische Konsulat aufzusuchen, lässt ihn Lieutenant Sebastian (Thomas Gomez) dennoch passieren. Letzterer hatte die drei bei der Einreise fotografieren lassen und legt die Fotos nun dem heimlichen Herrscher Macaos vor, Vincent Halloran (Brad Dexter), zugleich Inhaber des größten Spielcasinos. Jener fürchtet, dass man nach dem Mord an einem US-Polizisten einen Undercoveragenten schicken könne, um ihn aus der Dreimeilenzone zu locken. In Gestalt von Nick Cochran sieht Halloran seinen Verdacht bestätigt…

Nachdem der exzentrische Milliardär Howard Hughes 1948 das Studio RKO Radio Pictures übernommen hatte, waren viele der nachfolgenden Produktionen von dessen despotischen Allüren beeinträchtigt, so auch Macao. Bereits 1950 wurde das Südseeabenteuer mit den RKO-Stars Jane Russell, zugleich Hughes’ damalige Ehefrau, und Robert Mitchum verfilmt. Während der Dreharbeiten wurde Regisseur Josef von Sternberg (Abrechnung in Shanghai, 1941) gefeuert und Nicholas Ray (“Ein einsamer Ort” 1950) beendete die Arbeiten, ohne im Vorspann genannt zu werden. Ein ähnliches Schicksal ereilte 1951 auch den um einiges schwächeren RKO-Film Das Syndikat / Gangster, erneut ein Film Noir mit Robert Mitchum. Macao ist mit Blick auf sein Skript alles andere als ein Meisterwerk. Er beginnt wie der RKO-Film”Die rote Schlinge”(1949), darin niemand sonst als William Bendix und Robert Mitchum (in Begleitung von Jane Greer) in Mexiko von Bord gehen. Er folgt nun in seinen Grundzügen der MGM-Produktion “Geheimaktion Carlotta” (1949) – Undercoveragent versucht vor exotischer Kulisse einen Schmugglerring auszuheben und verliebt sich in Nachtclubsängerin. Und er endet wie “Rauschgiftbrigade”(1949), ein Film Noir, der sich ebenfalls mit dem organisierten Schmuggel auf dem Seeweg befasst. Allzu offensichtlich ist die banale Geschichte, typisch für das Hollywood der McCarthy-Ära, ein Vehikel für ihre Stars.

 

FOLGE 14

macao

FOLGE 15

Charade

Als Reggie Lampert von einer Urlaubsreise nach Paris zurückkehrt, erwarten sie gleich mehrere unangenehme Überraschungen: Ihre Wohnung ist vollständig ausgeräumt und ein Polizeiinspektor schleppt sie ins Leichenschauhaus, wo sie ihren Mann Charles identifizieren muss, der von Unbekannten ermordet wurde. Möglicherweise waren die Mörder hinter 250.000 Dollar her, die Charles Lampert im Zweiten Weltkrieg gestohlen hatte - das Geld ist jedenfalls verschwunden. Auch wenn sie ihren Mann nicht mehr liebt und sich scheiden lassen wollte, ist Reggies Schock über die Ereignisse groß.
Umso mehr freut sie das Erscheinen des charmanten Peter Joshua, den sie im Urlaub kennen gelernt hat und der Reggie jetzt seine Hilfe anbietet. Doch dann zeigt sich, dass auch seine Haltung in der Sache mehr als undurchsichtig ist. Jeder scheint hinter Charles verschwundenem Vermögen her zu sein, so auch drei Männer, die plötzlich bei seiner Beerdigung auftauchen und Reggie bedrohen. Selbstverständlich wird allgemein angenommen, dass diese genau weiß, wo das Geld abgeblieben ist. Für Reggie wird es derweil immer schwieriger, den Überblick zu behalten: Wer sind die Guten und wer die Bösen in diesem undurchschaubaren Spiel? Wem kann sie überhaupt noch vertrauen?

„Charade“ ist eine Mischung aus Gaunerkomödie und Spionage-Thriller. Der Film zeichnet sich durch den gekonnten Einsatz filmischer Stilmittel aus: Durch eine ungewöhnliche Kameraführung, eine effektvolle Tonebene und eine gelungene Montage wird die mit skurrilen, teils makabren Gags angereicherte Krimi-Spannung immer wieder zu überraschenden Pointen getrieben. Regisseur Stanley Donen, der sich zunächst als Musical-Regisseur einen Namen machte, ist seinem Vorbild Alfred Hitchcock dabei zum Greifen nahe. Zum Klassiker der Filmgeschichte wurde die turbulente Krimikomödie vor allem auch durch das perfekt harmonierende Hollywood-Filmpaar Audrey Hepburn und Cary Grant, die in ihren Rollen als verzückte Kindfrau und verschrobener Macho nicht passender hätten besetzt werden können.
Grant zeigt sich in „Charade“ in einer unwiderstehlichen Mischung aus Eleganz, Ironie und Clownerie. Die anmutige Audrey Hepburn, 1963 auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes, spielt hingebungsvoll die zarte und naive Reggie; eine Rolle, die ihr den „British Academy Award“ als beste Schauspielerin einbrachte.

FOLGE 16

Gerbstedt ist eine kleine Bergarbeiterstadt im Mansfelder Kupferrevier. Hier kommt es 1929 zu einer feierlichen Zusammenkunft zwischen einheimischen und sowjetischen Bergleuten, deren Geschenk, eine Fahne von Kriwoj Rog, für die deutschen Klassenbrüder eine ungeahnte Wichtigkeit erlangt. Denn diese ist nicht nur Symbol der Solidarität bei jeder Demonstration, sondern wird nach der Machtergreifung zum Zeichen des kommunistischen Widerstandes und des Überlebenskampfes im faschistischen Deutschland. Dies scheinen auch die Nazis bemerkt zu haben und lassen nichts unversucht, um das symbolträchtige Insignium in ihre Hände zu bekommen. Allerdings können sie die Bergleute und ihre Familien, insbesondere den Häuer Otto Brosowski (Erwin Geschonneck), selbst unter Verfolgung, Folter und Haft nicht dazu bewegen, die Fahne „auszuliefern“...

Die Schöpfer widmeten den Film, dem Otto Gotsches gleichnamiger Roman die literarische Vorlage lieferte, dem 50. Jahrestag der Oktoberrevolution. Buch und Film basieren auf authentischen Ereignissen in Gerbstedt. Der Film verfolgt nicht den Weg eines Symbols, der Fahne, sondern die Entwicklung von Menschen.

DDR 1967, Laufzeit: 104 Minuten, Regisseur Kurt Maetzig.

Darsteller: Marga Legal, Manfred Krug Helmut Schellhardt, Harry Hindemith, Fred-Artur Geppert, Eva-Maria hagen, Erwin Geschonneck

Drehbuch: Hans-Albert Pederzani
Kamera: Erich Gusko
Musik: Gerhard Rosenfeld
Schnitt: Brigitte Krex

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FOLGE 17

Nach Kriegsende schlachten zwei Arbeiter auf einem Trümmerplatz ein Autowrack aus. Sieben Requisiten, die sie in oder an dem Wagen finden, führen auf sieben Episoden zurück, die mit der Geschichte und den wechselnden Besitzern des Autos in der Zeit von 1933 bis 1945 verbunden sind. Angesichts der Unmenschlichkeit der jüngsten Vergangenheit beweisen sie, dass es selbst in den dunkelsten Zeiten der NS-Diktatur Menschen gab, die den Mut bewiesen, allein ihrem Gewissen zu folgen...

Helmut Käutners Drama zählt zu den wenigen Nachkriegsfilmen, die sich ernsthaft mit der Aufarbeitung der Geschehnisse des 2. Weltkriegs befasst.

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